Heute haben wir im Prinzip nicht mehr gemacht, als unseren Camper abzuholen, einzukaufen und uns an den Linksverkehr zu gewöhnen.
Der Camper ist bei Britz gemietet, eine der großen Marken die in Neuseeland Camper vermietet. Die Übergabe geht recht zügig. Man merkt, dass die da den ganzen Tag nichts anderes machen und alleine die Filiale in Auckland, die auch für andere Marken aus dem gleichen Konzern die Abwicklung macht, vermutlich hunderte von Fahrzeugen jeden Tag übergibt und zurück nimmt. Das ganze ist wie am Fließband organisiert.
Unser Camper hat eigentlich Platz für 4. Ist für uns 2 eigentlich etwas groß geraten, aber schnell zeigt sich, dass die Idee gut war: Wo 4 Platz finden haben es 2 recht bequem und man bekommt auch alles an Klamotten etc. in den Schränken unter. In einem Camper für 2 hätte man z.B. jeden Tag die Sitzmöglichkeiten zum Bett und wieder zurück umbauen müssen. So können wir im Alkoven über dem Fahrerhaus schlafen und die Sitzecke im Heck bleibt als Sitz- und Ablagemöglichkeit erhalten.
Nachteil: Unser Camper ist auf Basis von einem 5 Tonnen Fahrgestell und ist über 7 Meter lang. Ein ziemlicher Trümmer, mit dem wir auch nur 90 km/h statt der hier als Höchstgeschwindigkeit erlaubten 100 km/h fahren dürfen.
Nach dem was man so hört sind die Camper, die bei Britz vermietet werden, schon 2-3 Jahre für eine andere Marke aus dem gleichen Haus gelaufen. Dementsprechend hat unsere Unterkunft schon über 180.000 km auf dem Buckel, viele Schrammen und Macken und ist auch innen nicht mehr 100% in Schuss. Macht aber nix. So wäre es nicht so schlimm (bzw. für Britz vermutlich praktisch nicht nachweisbar) wenn bei uns auch noch eine kleine Macke dazu kommt.
An den Linksverkehr gewöhnt man sich erstaunlich schnell. Schwieriger ist eigentlich der recht dichte Verkehr auf den Highways rund um Auckland und die gewöhnungsbedürftige Form der Auf- und Abfahrten. Wir sind ständig dabei Spuren zu wechseln weil wir mal nicht ganz links sind (schließlich fährt man als langsames Auto hier auf den ganz linken Spur) und uns dann plötzlich wieder auf einer Abfahrtspur befinden. Aber: Die meisten Neuseeländer fahren entspannt und nehmen Rücksicht. Vermutlich hilft es auch, dass der Camper ganz offensichtlich ein Mietfahrzeug ist. Wir werden kein einziges mal angehupt. Nicht zu vergleichen mit dem Krieg der auf Simons Arbeitsweg – der A5 nach Frankfurt – morgens so herrscht.
Wer nicht so entspannt ist, ist Maria. Sie hat am Anfang doch einige Probleme sich daran zu gewöhnen wenns mal irgendwo knapp wird mit unserem Schlachtschiff.
Den Abend verbringen wir auf einem kleinen Campingplatz namens “Pinewoods Motor Park” in Red Beach. Der Campingplatz ist eher ein Dorf aus Bungalows und mit vielen Stellplätzen für Dauercamper. Aber auch mit ein paar Stellplätzen für vorbeifahrende Camper, die auch ein wenig Platz bieten sich raus zu setzen. Die Anlagen sind sauber und so ist die ersten Nacht auf einem Campingplatz eine gute Erfahrung.
Das eigentliche Highlight des Platzes ist aber der Strand, der direkt hinter der Anlage liegt.