Nach einer ganz guten Nacht steht für Dienstag ein Bummel durch die Stadt auf dem Plan. Kurz die App für den ÖPNV geladen, zwei 24-Stunden Tickets gekauft – und los ging es in die Stadt.
Nach dem Frühstück in einen relativ hippen Kaffee, welches gleichzeitig auch Einrichtungs-Laden war und u.a. Wurzelbürsten für 140 Kronen (ca 13 EUR) aber auch ein sehr leckeres Rührei auf Brot (für den gleichen Preis) im Angebot hatte, ging es in die Altstadt. Einfach ein bisschen gucken und bummeln – ohne großes Ziel.
Maria hat Ausschau nach einem Fleecepulli gehalten, wurde aber erst später in einen Lidl fündig 😬
An den Bummel durch die Altstadt Schloss sich ein Spaziergang über einen alten Friedhof und dann durch den daran angrenzenden Schlossgarten an. Vor allem der Garten war wirklich nett und es blühte trotz des Spätsommers immer noch überall.
Am Schloss angekommen, meldete sich der Hunger. Die angepeilte Fischbude im benachbarten Hafen hatte leider nur Aussensitzplätze – dazu passte das Wetter nicht. Also ging es in das Restaurant im Schloss. Klingt nobel – war aber eher Kantine als königliche Küche. Das liegt vielleicht auch daran dass im Schloss heute kein Monarch mehr residiert – sondern ein Museum.
Dessen Besuch war eigentlich für den nächsten Tag eingeplant. Aber wo wir schon mal da waren…
Das Museum hat eine kleine naturhistorische Ausstellung. Vor allem die Aquarien hatten es Emil angetan. Je bunter der Besatz, desto größer die Faszination.
Die ausgestopften Tiere waren auch interessant, für Emils und unseren Geschmack waren sie aber zu tot.
Die sonst im Museum beheimatete Kunstausstellung war geschlossen – wir waren für den Tag aber eh durch. So ging es zurück zum Campingplatz und es gab, mangels Kreativität, Tiefkühlpizza von schon angesprochen Lidl, der auf dem Weg lag.
Donnerstag startet der Tag mit einem kleinen Frühstück und dem Checkout. Nach der Fahrt mit dem Wohnmobil zum Parkplatz am Riberborgstrand sind wir entlang genau dieses Standes in Richtung Hafen spaziert. War dabei besonders auffiel: Die öffentlichen Grünanlagen in Malmö sind super gepflegt. Alle paar hundert Meter gibt es eine kostenlose Toilette im super Zustand und dann sind wie auch noch an einer riesigen Hundrauslauffläche mit Spielplatz für die Hunde und eigenem Badeteich vorbei gekommen. Wirklich beneidenswert.
Der Weg führte uns dann in ein etwas moderneres Viertel, direkt am Wasser. Mittagspause machten wir das bei einem Asia/Sushi-Restaurant. Sowohl das Sushi als auch die Reisnudeln mit Hühnchen waren sehr lecker und der relativ hohe Preis (über 30 EUR und dabei waren das Mittagsmenüs) relativiert sich etwas wenn man merkt, dass in Schweden in der Regel Wasser und oft auch Kaffee & Tee enthalten sind.
nach dem Essen zog es uns dann, am Turning Torso, einen Gebäude, vorbei zur nächsten Bushaltestelle und mit dem Bus zurück zum Wohnmobil. Dann ging es zurück auf die Straße zu unserem nächsten Ziel – Landskrona.
Ausgesucht hatten wir hier einen Stellplatz am Hafen. Auch das ist eine Besonderheit hier in der Region: Viele kleinere Häfen haben nicht nur Liegeplätze für Boote sondern auch Stellplätze für Wohnmobile. Die Ausstattung ist unterschiedlich – Toiletten und eine Dusche gibt es aber meistens. Auf andere Annehmlichkeiten von Campingplätzen wie eine Küche oder einen Ess/Aufenthaltsraum muss man oft verzichten. Genau so sieht es auch im Lundakrahamnen aus: Plätze direkt am haben, saubere sanitäre Anlagen und das war’s. Ist aber mehr als genug. Deshalb ist man ja mit dem Camper unterwegs und es ist auch eine Gelegenheit mal den Grill auszupacken.
Bei einem schönen Sonnenuntergang gibt es Cevapcici und danach eine sehr ruhige Nacht.