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Tag 8 – Waitomo

Neuseeland

Wir haben für 5$ hervorragend geschlafen Smile Der Tag beginnt damit, das Maria das gesparte Geld in einer örtlichen Werkstatt für tollen Jade-Schmuck ausgibt. Die Sachen sind schöner und deutlich günstiger als das was wir bisher in Touristen-Läden gesehen haben. Und man kann bei der Herstellung zuschauen – ist also sicher, dass man in Neuseeland verarbeitete neuseeländische Jade bekommt. Denn auch in Neuseeland werden Touristen übers Ohr gehauen und es wird Jadeschmuck aus China verkauft.

Da das Wasser heute großzügig von oben kam haben wir beschlossen, dass wir uns dann auch gleich richtig nass machen können. Und dazu ist Waitomo genau der richtige Ort. Hier in der Gegend gibt es nämlich aufgrund der Bodenbeschaffenheit einen ganzen Haufen Höhlen. Geschätzt so etwa 800. Und in diesen Höhlen wohnen unter anderem die Larven der Titiwai-Fliege (Arachnocampa luminosa genau genommen), die im Larvenstadium leuchten. Damit wollen die kleinen Biester andere Insekten -oder wahlweise auch eigene Artgenossen- in die Nähe ihrer Spinnfäden locken und sie dann verspeisen. Menschen sind ihnen allerdings dann doch ein wenig zu groß, deswegen kann man sich das Ganze auch angstfrei anschauen.

Weil mit einem Boot ein paar Minuten durch so eine Glowworm Höhle gepaddelt zu werden langweilig und doof ist, wollten wir gerne etwas mehr Action in die Sache bringen und eine “Black Water Rafting” Tour machen. Da bei dem bekanntesten Anbieter der Parkplatz schon völlig überfüllt war, sind wir einfach mal dem nächsten Schild gefolgt und dabei auf Waitomo Adventures gestoßen. Die bieten das Ganze nämlich auch an. Die Tour geht sogar eine Stunde länger als bei der Konkurrenz und Bilder gibt es hinterher sogar kostenlos. Das Promovideo hat uns zwar etwas Angst gemacht, aber man muss ja auch mal was wagen….

Das medizinische Formblatt das man ausfüllen musste war auch nicht so besonders geeignet einem die Nervosität zu nehmen. Aber da hatten wir schon bezahlt.

Die Gruppen bestehen nur aus 6 Personen und wir hatten einen super lustigen Guide.

Also ging es erstmal mit dem Bus ein Stück raus zu der Höhle und in formschöne, 5mm dicke Neoprenanzüge reinwurschteln. Dazu dann noch Gummistiefel und Helme, und schon hat man das Gefühl man kann sich keinen cm mehr bewegen und steht da wie ein Michelin-Männchen. Die wenigen hundert Meter bis zum eigentlichen Höhleneingang sind damit auch etwas beschwerlicher als gewohnt, aber wenigstens friert man nicht und der Regen macht einem auch nichts mehr aus Smile with tongue out

 

Cave 1

Dann ging es also runter, einen Schacht mit glitschiger Leiter entlang und dann erstmal in der dunklen Höhle warten, bis der Rest der Gruppe auch unten ist.

 

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Was dann folgt ist kaum zu erklären. Es ist eng, nass, dunkel, saukalt und einfach geil Smile Die Höhle bietet von allem etwas: Man kann abrutschen, runterfallen, ertrinken, sich den Kopf anstoßen, sich verschiedene Gliedmaßen brechen oder aufschneiden, verirren, von Steinen erschlagen werden… Aber unser Guide passt gut auf uns auf und zum Entspannen gibt es zwischendrin Passagen in denen man in einem übergroßen Schwimmring einfach durch die dunkle Höhle treibt und die Millionen Glühwürmchen anschaut. Das sind so viele, das man zwischendrin nach einem kurzen Vortrag vom Guide ohne extra Licht zumindest Konturen gut erkennen kann.

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Ein superschönes Erlebnis und sehr zu empfehlen.

Nach den 2 1/2 Stunden die wir effektiv unter der Erde sind und dabei etwa 900 Meter zurück legen, sind wir total fertig. Nach der heißen Dusche – es kommt uns vor wie die Beste unseres Lebens – und dem Shuttle zurück zum Startpunkt stellt sich die Frage, ob wir noch weiter fahren, nicht mehr. Unser Guide hatte auf dem Rückweg einen guten Tipp: Ein Restaurant das für 10$ ein simples Buffet anbietet und wo man mit dem Wohnmobil über Nacht dann auf dem Parkplatz stehen darf. 500 Meter zu fahren. Klingt super – ist es auch. Für etwa 10€ pro Nase gibt es also ein “Buffet” mit der Wahl aus Reis, Wedges, einem deftigen Rindereintopf und dazu ein Bier. Nach der Tour genau das Richtige. Wir haben uns den Bauch vollgeschlagen und sind ins Bett gefallen.

Leider war genau das…. Nass. Also nicht feucht, sondern Nass. Eine fieberhafte Suche nach der Quelle zeigte schnell: Es tropfte aus der Dachverkleidung. Irgendwie musste sich der Regen einen Weg gebahnt haben. Na toll. Weil wir dann doch nicht das andere Bett aufbauen wollten, schlief Maria mehr schlecht als recht mit feuchten Füßen. Und in der Nacht legte der Regen eher noch zu. Unschön – morgen werden wir als erstes mit dem Vermieter ein Wörtchen reden müssen…

 

 

Statt Postkarte – Nochmal für Stefan 
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Wir haben es ja schon versprochen: Stefan bekommt noch eine virtuelle Postkarte. Weil unser Guide so hieß wie Stefans Weißbauchigel. Juri. Aber der Guide war deutlich besser gelaunt Smile