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Tag 10 – Vulkane und Hobbits

Neuseeland

Heute galt es in Rotorua dann doch etwas von der vulkanischen und geothermalen Aktivität zu besichtigen. Auf Empfehlung von Kilian und Helle sind wir ins Wai-O-Tapu Thermal Wonderland gefahren. Der Park an sich ist nett gemacht – war aber leider völlig überlaufen. Die Reisebusse haben ganze Heerscharen an Asiaten an dem Park ausgesetzt. Wenn also auf den Bildern Menschen zu sehen sind… es war meist unmöglich einen Blickwinkel ohne andere Besucher zu bekommen.

In dem Park gibt es vor allem mehr oder weniger große Löcher mit wahlweise kochendem Schlamm oder kochendem Wasser. Durch diverse Metalle und anderes Zeug, dass in dem Wasser gelöst ist und sich absetzt, kommen verschiedene Farben zustande.

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Seid froh, dass die Bilder keinen Geruch übertragen. Überall riecht es penetrant nach Schwefel und faulen Eiern.

Nachdem wir hier noch nicht genug von anderen Menschen hatten, wollten wir noch Hobbiton besuchen. Es ist müßig zu erwähnen dass für den Tag mal wieder Regen angekündigt war. Es war für uns also etwas Glücksspiel, weil man die nicht ganz günstigen Touren vorab buchen muss und bei schlechtem Wetter wäre das sicher nicht besonders lohnenswert gewesen.

Aber wir haben uns drauf verlassen das bisher die Wettervorhersage nur ein einziges mal gestimmt hat…

Achso. Wem Hobbiton nichts sagt: Das ist das Filmset für das Hobbitdorf im Herr der Ringe und für die Hobbit-Filme. Genau genommen in der Form wie es jetzt steht nur für die Hobbit-Filme, da man das Set für den Herr der Ringe nur temporär aufgebaut und hinterher wieder abgerissen hat. Erst nach dem enormen Erfolg der Filme hat man die Kulisse für die Hobbit-Filme erneut aufgebaut und dabei wohl direkt den Plan gehabt, es als Touristenattraktion weiter zu betreiben.

Wir sind also überpünktlich am Start der Tour und halten noch ein Nickerchen. Dann immer noch 20 Minuten zu früh checken wir für unsere Tour ein und werden beim warten auf unseren Bus gefragt, ob wir nicht einfach eine Tour früher mit wollen. OK, klar, warum nicht. Wir steigen in den Bus ein und… da sitzen noch… 2 Mädels. Dazu steigt unser Guide und… los gehts. Huch, das ist aber eine kleine Gruppe denken wir uns noch. Aber genauso setzt uns der Bus, nach einigen Erklärungen und Anekdoten, am Rande des Sets ab. Und der Guide läuft munter plappernd los. Wie geil ist das denn? Die Touren die wir vor uns im Gelände sehen sind alle 20-30 Leute groß. Und die Touren nach uns… auch. Nur wir laufen gemütlich mit 4 Leuten + Guide durch das Gelände. So bleibt sehr sehr viel Zeit zum Fotos machen, es rennt niemand im Bild rum und der Guide beweist uns das die Pflanzen echt sind und… pflückt uns ein paar Beeren und Tomaten Smile

Am Ende der Tour gibts ein Getränk im “grünen Drachen” (ist im Preis mit drin) und wir können noch etwas frei um die Schänke herum laufen bis es dann zurück geht.

Also so wie wir die Tour erlebt haben war es echt genial. Manchmal gehört einfach ganz viel Glück dazu. Das Wetter bleibt übrigens trocken und es kommt stellenweise sogar die Sonne raus.
Das Dorf / Set selbst ist mit enorm viel Liebe zum Detail gestaltet und das nicht nur weil es eine Touristenattraktion ist. Der Regisseur der Filme, Peter Jackson, ist wohl enorm detailverliebt und absoluter Perfektionist. Er hat täglich die Frösche im Dorfteich einfangen und umsiedeln lassen weil sie ihm zu laut waren. Und er hat bei dem einzigen Kunstbaum auf dem ganzen Gelände einige zehntausend Blätter bemalen lassen, weil ihm der Grünton der gelieferten Blätter nicht gefallen hat.

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Durch diese Gasse kommt Gandalf am Anfang des ersten Herr der Ringe-Films

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Es mag die Illusion zerstören, aber so sieht es hinter fast allen Türen in Hobbiton aus.

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Unter diesem Baum findet Bilbos Geburtstagsparty statt. Er war der Grund, warum Peter Jackson dieses Gelände ausgesucht hat. Eigentlich war geplant die Hobbit-Höhlen an einem anderen Drehort zu bauen aber nachdem er dieses Gelände mit dem Baum entdeckt hat, fand er das so ideal, dass die Pläne geändert und das Dorf tatsächlich neben dem Baum entstand.

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Etwas weniger Glück hatten wir dann auf der Suche nach einem Campingplatz. Der angepeilte Platz ist ein Parkplatz, auf dem man auch kostenlos über Nacht campen darf. Leider liegt er zwischen einem Event-Center und einem Sportlerheim in dem am Samstag Abend kräftig gefeiert wird. Hier stehen zu bleiben ist uns dann doch zu gefährlich bzw. einfach zu laut. So müssen wir nochmal 30 km weiter fahren bis wir dann doch einen abgeschiedenen Platz finden, der an einem See und im Wald liegt.